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|  Reinfrank, Kreisa, Moog vor der Preisverleihung
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Österreich nimmt mit der Aktion vielfaltleben als Beitrag zum weltweit von der UNO ausgerufenen Jahr der Artenvielfalt teil und schrieb im Februar einen Gemeinde-Wettbewerb aus. Wie bereits im Juni berichtet reichte Tattendorf mit großen Hoffnungen ein Projekt zur Artenvielfalt ein. Die insgesamt 121 Einreichungen zeigten, dass das Engagement von Gemeinden für den Erhalt wertvoller Lebensräume und Arten ist in Österreich sehr umfangreich ist.
Vier herausragende Initiativen wurden am Mittwoch Abend im Rahmen des Abschlussfestes der Artenschutzkampagne vielfaltleben von Umweltminister Niki Berlakovich ausgezeichnet. Viel Prominenz hatte sich eingefunden, um im festlichen Rahmen der Wiener Staatsoper die Prämierung vorzunehmen, darunter Sepp Forcher, "Krone" Kolumnistin Maggie Entenfellner, Konkret-Moderatorin Claudia Reiterer, Gartenexperte Karl Ploberger, Monika Langthaler, die Direktorin des Schönbrunner Zoos Dagmar Schratter, Fernsehkommissar Gregor Seberg, Miss Austria 2007 Christine Reiler. Bis zum Tag der Preisverleihung im festlichen Rahmen der Wiener Staatsoper hatte die Jury ihr Geheimnis für sich behalten.
Darum war die Freude der Tattendorfer Delegation auch sehr groß, als ihr Ort in der Kategorie „1.000 bis 20.000 Einwohner“ mit dem Projekt „Tattendorf - aktiv für die Lebensvielfalt“ unangefochten als Sieger ausgerufen wurde. Das von Prof. Otto Moog konzipierte Einreichprojekt beschreibt die gelebte Einstellung der Gemeindebürger/innen zum Arten-, Natur- und Umweltschutz und beinhaltet somit einen gesamtheitlichen Ansatz, der auch bereits umgesetzt wird. Akribisch hat man in der Gemeinde das Arteninventar an Tieren und Pflanzen erhoben, Besonderheiten gesichtet und gesammelt, wobei man auf die Hilfe vieler Bürger und die fachkundige Unterstützung von Fachleuten der Universität für Bodenkultur und der Berg- und Naturwacht, Ortsgruppe Oberwaltersdorf, zurückgreifen konnte. Die darauf gründende Umsetzung von Schutzmaßnahmen erfolgte unter anderem durch die Ausweisung von „Pensionsbäumen“ für Nützlingskäfer (z. B. Hirschkäfer, Alpenbock, Eichenbock), Errichtung von „Nützlingshotels“, Feuchtbiotopen, Eidechsenplätzen, Pflegeaktionen von Trockenrasen, Bekämpfung gebietsfremder invasiver Pflanzenarten, Planung eines Naturdenkmals, oder auch durch die Auspflanzung der Osterluzei-Pflanze, die dem gleichnamigen Falter (einer vielfaltleben-Leitart) als Nahrung dient. Die Einbindung der Bevölkerung und die Verankerung der vielfaltleben-Idee erfolgt in Tattendorf auf vielen Ebenen: Alt und Jung, Vereine und Einzelne können die Gegenwart umweltgerecht und lebenswert gestalten und die Weichen für die Erhaltung einer nachhaltigen Lebensqualität stellen.
Der Jury wurde gezeigt, dass der Einsatz für die Natur mit sehr viel Spaß und Freude und auch in kleinen Gemeinden sehr umfassend betrieben werden kann. Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer meinte, dass neben dem Inhalt das Tattendorfer Projekt durch seine ansprechende optische Aufbereitung (gestaltet von Alfred Kreisa, Anm. der Red.) Furore in der Jury gemacht habe.
Sepp Forcher – eines der Jurymitglieder – schloss seine Gratulation an Bürgermeister Dieter Reinfrank mit den Worten ab: „….und an guaten Wein habt’s an no“. Diese Aussage bekräftigten die Preisträger dann später bei einem heimatlichen Tattendorfer Heurigen.
Mehr Informationen stehen zum download bereit!
 Preisverleihung vielfaltleben Champion 2010

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|  Fotocredit:
Lebensministerium/APA-Fotoservice/Robert Strasser
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