Was sie immer schon einmal über Wein wissen wollten...

Hier bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die wichtigsten Weinbegriffe ohne Mühe zu erlernen.
Wir laden Sie ein, einfach ein bisschen in die Welt des Weines hineinzuschnuppern...

Qualitätsstufen

süß oder trocken

Geschmack

Fachausdrücke

Degustation

Tafelwein (und Landwein)

Dieser entspricht einer einfachen Qualitätsklasse in Österreich

 

 
Qualitätswein

Diese Qualitätsstufe bedeutet, dass der Wein als Most mindestend 15° KMW (Klosterneuburger Mostwaage; gibt den Zuckergrad an) gewogen haben muß. Weiters darf bei der Lese eine festgesetzte Hektarhöchstmenge (8.000 kg Weintrauben/ha) nicht überschritten werden. Diese Qualitätsstufe umfaßt unser sämtliches Angebot an trockenen Weinen.

 

 
Prädikatswein
"Prädikatsweine" oder "Qualitätswein besonderer Reife und Leseart" werden wiederum in verschiedene "Klassen" eingeteilt, welche sich unter anderem durch unterschiedliche Zuckergrade ergeben. Dies wäre z.B. die Spätlese (ab 19° KMW), Auslese (ab 21° KMW), Eiswein (ab 25° KMW), Beerenauslese (ab 25° KMW), Trockenbeerenauslese (ab 32° KMW). Nähere Informationen zu unserem Prädikatsweinangebot entnehmen Sie bitte unserer Weinbeschreibung.
 
 


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trocken

Als "trocken" gelten durchgegorene Weine mit einem geringen Restzuckergehalt. In Österreich liegt der Grenzwert bei 4 Gramm pro Liter, in Deutschland hingegen bei bis zu 9 Gramm pro Liter. Es gibt jedoch auch in Österreich die Möglichkeit bis zu 9g Restzucker aufzuweisen, jedoch darf der Zuckergehalt maximal 2g höher sein als der Säuregehalt. Restzucker ist der im Wein unvergoren gebliebene, gelöste Naturzucker.

 

 
halbtrocken

Der Zuckergehalt darf nicht über 12 Gramm pro Liter liegen. Auch der Säuregrad darf einen gewissen Grad nicht übersteigen.


 
lieblich

Dies ist die Bezeichnung für milde, angenehme Weine mit einem mittlerem (12-45g) Restzuckergehalt.


 
süß

Weist ein Wein einen hohen Zuckergehalt (ab 45g) auf, wird er als "süß" bezeichnet.


 


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elegant

Ausdruck für einen besonders harmonisch abgestimmten Wein von verfeinerter Qualität.

 

 
fruchtig

Wein, der den typischen Geruch nach frischen Trauben oder auch nach Obst aufweist.

 

 
harmonisch

Alle Geschmacksanteile des Weines wie Frucht, Säure, Tanin, Alkohol. etc. sind entsprechend der Sorte optimal aufeinander abgestimmt.


 
herb

Ein meist trockener Wein mit einem höheren Gerbstoffgehalt. In der Gastronomie werden fälschlicherweise auch säurereiche Weine mit wenig Restzucker als "herb" bezeichnet.

 

mild

Ein Wein wird als mild bezeichnet, wenn er entweder einen etwas größeren Restzuckeranteil oder verhältnismäßig wenig Säure aufweist.


süffig

Ein harmonischer Wein (oft auch mit einem leichten, oft kaum spürbaren Restzuckergehalt), der immer wieder zm Trinken anregt. Der Begriff wird meistens bei Weinen von durchschnittlichem Qualitätsniveau angewendet.


vollmundig

Ein runder, körperreicher Wein mit hohem Gehalt an Extraktstoffen und Alkohol.


würzig
Steigerungsform von fruchtig.

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Abgang
Eindruck, den der Wein nach dem Schlucken hinterläßt (Nachklang). Ein nachhaltiger, langer Abgang ist immer ein gutes Qualitätsmerkmal des Weines und weist auf einen hohen Extraktgehalt hin.
 
Alkohol 
Desto mehr Alkohol im Wein enthalten ist, desto schwerer ist er.
(leicht: 8-11°, mittelschwer: 11-13°, schwer: höher als 13° Alkohol)
 
Aroma
Aroma ist ein Teil des Buketts, das Duft und Aroma umfaßt. Es wird scheinbar durch den Geschmackssinn bemerkt, in Wirklichkeit aber beim Ausatmen durch die Nase wahrgenommen.
 
Blume
Unter Blume wird der Duft der leichtflüchtigen Bestandteile des Weines verstanden.
 
Bukett
Summe jener Stoffe, die dem Wein sein typisches, arteigens Geruchsbild geben. Das Bukett wird durch den Duft beim Einatmen und durch das Aroma beim Ausatmen wahrgenommen. Beide Wahrnehmungn zusammen bilden das Bukett des Weines.
 
Charakter
Summe aller positiven oder negativen Geruchs- und Geschmackseigenschaften. Er ist das Gesamtbild, wie sich ein Wein darstellt.
Extraktgehalt 
Extrakt ist die Summe der Substanzen, die gelöst im Wein vorkommen und beim Verdampfen zurückbleiben. Dies sind vor allem der Restzucker, nichtflüchtige Säuren, Farb- und Gerbstoffe, Stickstoffverbindungen und Mineralstoffe. Der Gehalt dieser Substanzen bestimmt, ob der Wein als extraktreich (vollmundig, voll, körperreich) oder als extraktarm (dünn, flach, kurz) erscheint.
Gerbstoff 
Gerbstoffe sind für das Bittere und Adstringierende im Wein verantwortlich und haben eine bakterientötende Wirkung.
Körper
Dies hängt sehr stark mit dem Extraktgehalt zusammen. Ein kräftiger Körper bedeutet auch einen hohen Extraktgehalt.
Tanin 

Zusatz vor allem bei gerbstoffarmen Weißweinen und ist Bestandteil des Extraktgehaltes.


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Gläser

Grundsätzliche Regel: Man nehme für Weißweine kleinere, für Rotweine größere, bauchige Gläser!

Bei Weißweinen soll das Glas bewußt schmal gehalten werden, um den Duftstoffen keinen zu großen Raum zur Verflüchtigung zu geben. So kann sich Bukett und Geschmack optimal entfalten. Das Glas soll jedoch nur halbvoll eingeschenkt werden, so dass sich über dem Wein die Duftstoffe sammeln können.

Bei Rotweinen hingegen gilt: Desto ausgeprägter das Bukett, desto größer und bauchiger auch das Glas. In dem großen Raum findet der Duft seine volle Enfaltung, weshalb sie das Glas nur bis zu einem Drittel auffüllen. Durch leichtes Schwenken des Weines wird die Durftenfaltung noch gesteigert.


 
Welchen Wein?
1. Grundsätzlich gilt: Weißer Wein zu hellem Fleisch, roter Wein zu dunklem Fleisch.
Daher: Weißwein zu Geflügel, Fisch, Schweinefleisch, kaltem Fleisch und Aufschnitten, zum Aperitif und zum Dessert.
Rotwein zu Wild, Rindfleisch, Käse, Eier- und Nudelgerichten.

2. Beginnen Sie ein ausgedehntes Mahl mit leichten, einfachen Weinen, und steigern Sie Schwere und Süße bis zum Dessert.
(z.B.: Zuerst ein Blauer Portugieser, gefolgt von einem Blauburger und vollendet von einer Traminer Spätlese zum Dessert.)
Dekantieren


Vor allem Rotwein bedarf kurz vor dem Genuß einer gewissen Oxidation, wozu der Zutritt von Luft notwendig ist, er wird "belüftet". Eine sehr gute Möglichkeit ist hierzu die Dekantierflasche, welche eine große Oberfläche aufweist. Sie können jedoch auch Weinkrüge verwenden.

Wir empfehlen bei Rotweinen folgende Dekantier-Dauer:
    Junger Wein (bis ein Jahr): ca. 1 Stunde
    Wein von 2 Jahren: ca. 3 - 6 Stunden
    ab 3 Jahre alter Wein: ca. 6 - 12 Stunden
Die längere Stundenangabe bezieht sich jeweils auf schwerere Weine.

 

 
Temperatur

Erfahrungswerte mit unseren Weinen:
    trockene Weißweine: 10-12°C (nicht über 12°C)
    halbtrockene bis süße Weißweine: 12-14°C (nicht über 15°C)
    junge Rotweine: 15-17°C
    ältere Rotweine: 17-19°C (nicht über 20°C)

 

 
Das "Verkosten"

1. Farbe:
Das Glas wird gegen das Licht gehalten. Welchen Farbton hat der Wein? Ist er dunkel? Ist er glasklar?

2. Geruch:
Der Wein wird geschwenkt und anschliessend sofort an die Nase gehalten. Der Geruch wird "aufgesogen" und die Wirkung abgewartet. Ist es ein intensiver Geruch? Ist er harmonisch? Habe ich dabei ein positives Gefühl?

3. Geschmack:
Wir nehmen einen kleinen Schluck des Weines in den Mund und rollen ihn auf der Zunge auf und ab (sogenanntes "Weinbeißen"). Danach wird beurteilt, welche Bereiche der Zunge oder des Gaumens am stärksten reagiert haben. (Zungenspitze: Kohlensäure; hinterer Zungenbereich: Weinsäure; Gaumen: Gerbsäure) Ist eine Harmonie des Weines vorhanden? Ist er voll oder eher leicht?


 
Und zu guter Letzt: Könnte ich mich in diesen Wein verlieben?