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Nikolaus Dumba
1830 - 1900

Nicolaus Dumba, 1830 - 1900, griechisch-österreichischer Industrieller und Politiker, 1870 - 1895 Mitglied des NÖ Landtages und 1873 - 1885 auch des Abgeordnetenhauses. Besondere Bedeutung erlangte Dumba als Kunstmäzen und Kunstsammler. Dumbas wirtschaftliche Lage war derart gefestigt, daß er sich in der Wiener Ringstraßenzone ein Palais erbauen ließ (Dumbapalais, Parkring 4) dessen künstlerische Ausschmückung er Makart und Klimt übertrug. Er war Inhaber der Baumwollgarnspinnerei in Tattendorf, welche 1873 rund 180 Arbeiter beschäftigte. Nicolaus Dumba war Gönner und Förderer des Ortes und seiner Bewohner. Er ließ in Tattendorf ein neues Schulhaus mit zwei Klassen errichten und mit wertvoller Inneneinrichtung ausstatten. Für die Ortskirche stiftete er einen Altar, ein Tabernakel und ein farbenprächtiges Glasfenster.

 

Der freiwilligen Feuerwehr, dessen Gründungsmitglied er war, ließ er ein neues Gerätehaus erbauen, und schaffte verschiedenes Rüstzeug an. Er beschenkte jedes Jahr zu Weihnachten nicht nur die Tattendorfer Kinder, sondern auch die Arbeiter in seiner Fabrik sehr großzügig. Überdies unterstütze er ständig die Armen des Ortes.

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Schulrat Julius Hieber, wurde am 9.April 1871 in Tattendorf Nr.62, derzeit Hauptplatz Nr.4, als Sohn des Tischlermeisters Johann Hieber geboren. Nach der Volksschule in Tattendorf absolvierte er die Lehrerbildungsanstalt in Wiener Neustadt und erhielt danach die Lehrerstelle in Wien. Im Laufe seiner Dienstzeit wurde er Bürgerschuldirektor und Schulrat. Er war auch als Lehrer an der Tischlergewerbeschule in Wien IV, Mollardgasse tätig und schrieb zwei Lehrbücher für dieses Fach "Das Holz in der Hand des Tischlers".

Von seinem Erbteil baute er sich ein Haus in Tattendorf Nr.96, derzeit Raiffeisenplatz Nr.18, welches er mit seiner Familie zuerst nur in den Ferien und nach seiner Pensionierung ganzjährig bewohnte. Im Ruhestand gründete er den "Tattendorfer-Musikverein" und bemühte sich die Jugend des Ortes für wertvolle Musik zu begeistern. Er arrangierte Opernbesuche und erklärte den Inhalt der Werke.

 

Sein Schwiegersohn Otto Nurrer, der schon neben seinem Beruf als Lehrer auch als Chormeister von Wiener Gesangsvereinen tätig war, leitete einige Jahre den Tattendorfer Männergesangsverein und führte diesen, zu einem weit über die Grenzen Tattendorfs, berühmten hohen Niveau.

Rudolf Wittmann übernahm nach Otto Nurrer die Chormeisterstelle und war auch durch Jahrzehnte als Organist und Chorstellenleiter des Kirchenchors tätig.

 

Rudolf Wittmann entfaltete auch eine umfangreiche kompositorische Tätigkeit und hinterließ eine bedeutende Sammlung verschiedener Werke der Kirchenmusik. Er war ein - im positivem Sinne - Besessener der guten Musik und verband es auch, seine große Liebe zur Musik anderen mitzuteilen.

Rudolf Wittmann wurde am 23.Dezember 1901 in Ebreichsdorf geboren. Er verstarb am 30.Juli 1984.